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Coronavirus Reinbek Informationen

Coronavirus in Reinbek: Hier finden Sie aktuelle Informationen zum Coronavirus SARS-CoV-2 in Reinbek, Schleswig-Holstein und Hamburg. Zahlen, Daten, Statistiken, Karten zur Coronavirus-Erkrankung (COVID-19), sowie Tipps zur Vorbeugung und Verhalten im Corona Verdachtsfall. Die Reinbek Corona Seite wird fortlaufend aktualisiert. (Aktualisiert am: 29. Mai 2020)

Coronavirus in Reinbek
Informationen zum Coronavirus in Reinbek

Die Angst vor dem Coronavirus geht auch in Reinbek um. In Supermärkten & Drogerien werden die Regale für Nudeln, Klopapier, Reis sowie für Desinfektionsmittel leer gekauft. Veranstaltungen in Schleswig-Holstein werden wegen der Corona-Pandemie verboten, Restaurants geschlossen und somit auch in Reinbek, wie z.B. der Ostermarkt oder die Konzertreihe im Schloss Reinbek.

Coronavirus in Reinbek

Corona: Reinbek hält zusammenAktuelle Corona Situation in Reinbek: Die Zahl der COVID-19 Neuinfektionen im Kreis Stormarn und in Reinbek ist momentan rückläufig. Die Kurve der bestätigten COVID-19 Fälle flacht sich langsam ab, gleichzeitig steigt die Zahl der genesenden Corona Patienten stark an. In der deutschlandweiten Karte vom Robert-Koch-Institut zeigt sich dieser Trend auch sehr deutlich. Die Zahl Covid-19 Genesenden steigt momentan stärker an, als die Zahl der Corona Neuinfektionen.

Die verhängten Maßnahmen wegen des Coronavirus, wie das Versammlungsverbot von mehr als zwei Personen, Schließung von Restaurants, Friseuren, Schulen, Kitas, etc. haben zu einem deutlichen Abflachen der Kurve der Corona Neuinfektionen geführt. Ob die Lockerungen der Corona Maßnahmen, wie die Öffnung des Einzelhandels unter Auflagen, die Öffnung der Friseurgeschäfte und Schulen, zu einem erneuten Anstieg der Corona Neuinfektionen führt, wird man in 14 Tagen sehen können. Allerdings dürfte auch die allgemeine Masken-Pflicht in der Öffentlichkeit die Zahl der COVID-19 Neuinfektionen reduzieren. In Reinbek wird sich bisher im Allgemeinen vorbildlich an die Einhaltung der Corona Schutzmaßnamen wie die Masken-Pflicht, Abstand und das Versammlungsverbot gehalten.

Gastronomie und Beherbergung darf wieder öffnen

Mit Inkrafttreten der neuen Landesverordnung zur Bekämpfung des Coronavirus SARS-CoV-2 ab 18.05.2020 wird es Beherbergungsbetrieben und der Gastronomie wieder erlaubt sein, Gäste zu bewirten. Dabei müssen strenge Hygieneregelungen befolgt werden. Welche das sind, hat das Land Schleswig-Holstein auf seiner Internetseite in einem Leitfaden zusammengefasst.

Coronavirus Entschädigungen bei Verdienstausfällen

Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) schützt die Bevölkerung in Deutschland. Es bietet zudem finanzielle Entschädigungen für Menschen, die von den Schutzmaßnahmen betroffen sind. Das gilt auch für die gegenwärtige Corona-Pandemie. Entschädigungen für Verdienstausfälle wegen Corona, hier können Sie einen Antrag online stellen. Entschädigungen bei Coronavirus Quarantäne, Tätigkeitsverbot oder Schul- und Kitaschließungen. Weitere Infos »

Weitere Lockerungen der Corona Maßnahmen in Reinbek

Weitere Lockerungen in den Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung des Coronavirus in Schleswig-Holstein, Kreis Stormarn und Reinbek: Die Landesregierung Schleswig-Holstein hat die Landesverordnung sowie den Erlass an die Gesundheitsämter der Kreise angepasst. Der Kreis Stormarn hat dementsprechend seine Allgemeinverfügung mit Wirkung ab dem 04.05.2020 ergänzt. Unter Einhaltung entsprechender Hygienekonzepte, sind neben Friseursalons, auch Tätigkeiten im Nagelstudio, der Fußpflege und der Kosmetik (ohne Gesicht) wieder erlaubt. Schulen werden entsprechend dem Konzept des Bildungsministeriums teilweise geöffnet. Gottesdienstes können unter Sicherstellung der Nachvollziehung von Infektionsketten wieder stattfinden. Die Teilnehmerzahl ist auf eine Person je 15m² zu begrenzen. Gleiches gilt für Museen, Galerien, Gedenkstätten und Ausstellungen. Weitere Infos »

Das Rathaus Reinbek macht wieder auf

Ab Montag den 04. Mai soll das Reinbeker Rathaus wieder geöffnet werden für die Bürger nach vorheriger Terminvereinbarung und unter Einhaltung von Hygienemaßnahmen wie Mundschutz und Händedesinfektion. Die Terminvergabe soll online oder telefonisch erfolgen können. Es wird allerdings darum gebeten, das Rathaus Reinbek bzw. das Bürgerbüro nur für dringend notwendige Angelegenheiten zu besuchen.

Anzahl bestätigter Corona-Fälle in Stormarn

Corona-Fälle in Stormarn
Anzahl bestätigter Corona-Fälle in Stormarn – Quelle: kreis-stormarn.de

Die Zahl der klinisch bestätigten COVID-19-Fälle beträgt 417 (Stand: 29.05.2020, 15:00 Uhr). 4 in Stormarn wohnende infizierte Personen befinden sich in stationärer Behandlung, 25 in häuslicher Quarantäne. 356 Personen konnten zwischenzeitlich als genesen aus der Quarantäne entlassen werden. 32 Personen sind verstorben. Das Corona Testzentrum in Ahrensburg hat am Freitag, den 29.05.2020 nach neun Wochen seine Tätigkeit eingestellt. Durch den Rückgang der Neu-Infektionen im Kreis Stormarn ist ein Betreiben des Testzentrums zur Unterstützung der Hausärzte im Moment nicht mehr erforderlich. Das verwendete Material wird in Einrichtungen des Katastrophenschutzes und des Technischen Hilfswerkes eingelagert, so dass es für den Fall einer zweiten Corona Welle sofort wieder eingesetzt werden kann. In dem Testzentrum sorgten insgesamt 160 ehrenamtliche Kräfte der SEG Sanität, SEG Betreuung, der Technischen Einsatzleitung sowie des Technischen Hilfswerks dafür, dass die rund 1.000 Testungen reibungslos durchgeführt werden konnten.

Maskenpflicht in Schleswig-Holstein und Reinbek

Ab dem 29. April gilt in Schleswig-Holstein, und somit auch in Reinbek, eine Maskenpflicht. Der Mundschutz (Mund-Nasen-Bedeckung) muss in Geschäften, Bus, Bahn oder Taxi getragen werden. Schals, Tücher und selbstgenähte Masken sollen laut Landesregierung reichen. FFP-Schutzmasken sollen weiterhin medizinischem Personal vorbehalten sein. Wie lange gilt die Maskenpflicht in Schleswig-Holstein? Die Landesverordnung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in bestimmten Bereichen der Öffentlichkeit (Mund-Nasen-Bedeckungsverordnung – MNB-VO) gilt zunächst bis zum Ablauf des 31. Mai 2020. Der genaue Wortlaut der Maskenpflicht Verordnung von Schleswig-Holstein kann hier nachgelesen werden. Wie lange gilt die Maskenpflicht in Hamburg? In Hamburg ist im Gegensatz zu Schleswig-Holstein über die Dauer der Maskenpflicht nichts bekannt, d.h. die Maskenpflicht gilt in Hamburg erstmal auf unbestimmte Zeit.

Neue Allgemeinverfügung zu den Ladenöffnungszeiten

In Schleswig-Holstein, und somit auch in Reinbek, dürfen Geschäfte jetzt auch am Sonntag öffnen: Die Regelungen zur Erweiterung der Ladenöffnungszeiten werden mit dieser Allgemeinverfügung ergänzt. Es ist nunmehr allen stationären Verkaufsstellen im Sinne von § 6 SARS-CoV-2-BekämpfVO mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800m² gestattet, an Sonntagen in der Zeit von 11 bis 17 Uhr für den geschäftlichen Verkehr mit Kunden zu öffnen. Die Regelung gilt nicht für den Feiertag am 1.Mai. Bereits bestehende spezialisierte Regelungen u.a. für Apotheken und Tankstellen gelten fort und sind von der Allgemeinverfügung nicht betroffen. Den genauen Wortlaut entnehmen Sie bitte der Allgemeinverfügung des Kreises Stormarn.

Wie wird das Coronavirus übertragen?

Das Coronavirus (SARS-CoV-2) wird hauptsächlich von Corona infizierten und mit COVID-19 erkrankten Personen durch die sogenannte Tröpfcheninfektion beim Husten, Niesen und möglicherweise auch beim Sprechen übertragen, insbesondere dann, wenn der erforderliche Mindestabstand von 1,5 bis 2 Metern nicht eingehalten wird. Man kann sich außerdem infizieren, indem man Oberflächen oder Dinge berührt, auf denen sich das SARS-CoV-2 Virus befindet, und sich danach an die Augen, die Nase oder den Mund fasst. Die häufigste Corona Infektionsart ist jedoch die Tröpfcheninfektion.

Coronavirus: Was sind die Symptome?

Coronavirus Symptome: Folgende Krankheitssymptome können (müssen aber nicht) auf eine Infektion mit COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2) hinweisen:

  • Trockener Husten
  • Abgeschlagenheit
  • hohes Fieber
  • Kopfschmerzen
  • Halsschmerzen
  • Atemprobleme
  • Halskratzen
  • Schüttelfrost
  • Geschmacks- und Geruchsverlust (ohne Schnupfen)

Das Problem ist aber dabei, dass diese Symptome auch bei einer normalen Influenza (Grippe) auftreten können. Bei Verdacht einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus kann erst ein Labortest Gewissheit geben, ob es sich um eine normale Grippe oder um SARS-CoV-2 handelt. Bis zum Ergebnis des Labortests sollte der Patient isoliert werden.

Coronavirus-Symptome Unterschied zu Grippe und Erkältung

SymptomeCoronaGrippeErkältung
Trockener Hustenhäufighäufigselten
Müdigkeitmanchmalhäufigmanchmal
Gliederschmerzenmanchmalhäufighäufig
Kurzatmigkeit bis Atemnotmanchmalneinnein
Schnupfenseltenmanchmalhäufig
Kopfschmerzenmanchmalhäufigselten
Fieberhäufighäufigselten
Halsschmerzenmanchmalmanchmalhäufig
Niesenneinneinhäufig
Durchfallseltenmanchmalnein
Geschmacks- und Geruchsverlustmanchmalneinnein
Die Tabelle zeigt den Unterschied zwischen Corona (COVID-19), Grippe (Influenza) und Erkältung (grippaler Infekt). Wie man sieht, sind die Symptome bei Grippe und Corona ähnlich. Der trockene Husten kann sowohl bei Grippe als auch bei Corona auftreten. Lediglich Kurzatmigkeit bis Atemnot sowie Geschmacks- und Geruchsverlust (ohne Schnupfen) tritt nur bei Corona auf, allerdings auch nur manchmal.

Verhalten im Verdachtsfall auf Coronavirus

Bei einem Verdacht auf Coronavirus sollen Sie folgende Regeln beachten:

  • bei Krankheitssymptomen sofort zu Hause bleiben
  • fahren Sie nicht in ein Krankenhaus
  • nicht eine Notfallpraxis
  • nicht eine Arztpraxis

Rufen Sie stattdessen den ärztlichen Notdienst unter der Telefonnummer 116-117 an! Sie können im Coronavirus-Verdachtsfall auch Ihren Hausarzt in Reinbek telefonisch kontaktieren und weiteres Vorgehen abklären lassen.

Telefonnummern zum Coronavirus

  • Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116-117
  • Gesundheitsamt Kreis Herzogtum Lauenburg: 04541-888-380
  • Bürgertelefon Stormarn: 04531-160-11-60
  • Bürgertelefon des Landes Schleswig-Holstein: 0431-79-70-00-01
  • Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministeriums: 030-346-465-100
  • Unabhängige Patientenberatung Deutschland: 0800-011-77-22
  • Barmer-Hotline: 0800-3331010
  • DAK-Hotline: 040-325-325-800
  • AOK Rheinland/Hamburg: 0800-1-265-265

Coronavirus COVID-19 Online-Test

Wissenschaftler der Philipps-Universität Marburg haben einen COVID-19 Online-Test entwickelt, bei dem sich die Wahrscheinlichkeit einer Coronavirus-Erkrankung COVID-19 ermitteln lässt. Es handelt sich zudem eim Umfrage-Tool zur Erhebung medizinischer Daten zum neuartigen Sars-CoV-2-Virus. Hinweis: Die Nutzung dieser App ersetzt keine ärztliche Diagnose, Beratung oder Behandlung und erbringt keine diagnostische Leistung. Wenn Sie sich aktuell schwer krank fühlen oder unsicher mit der Einschätzung der Applikation sind, suchen Sie bitte umgehend medizinische Hilfe auf.
Hier geht es zum Conoravirus Onlinetest.

Wann kommt man in Quarantäne?

In Quarantäne kommt man, wenn man:

  • direkten Kontakt mit einem Coronavirus-Infizierten hatte
  • sich in den letzten 14 Tagen in einem Risikogebiet aufhielt
  • und/ oder Krankheitssymptome zeigt

Auszug aus der Allgemeinverfügung des Kreises Stormarn über Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 auf dem Gebiet des Kreises Stormarn vom 07. April 2020:

Quarantäne: Personen, die sich innerhalb der letzten 14 Tage, beginnend ab dem Zeitpunkt des Eintritts in den Kreis Stormarn durch Überfahren bzw. Überschreiten der Kreisgrenze entweder in der Republik Österreich oder der Schweizerischen Eidgenossenschaft (Schweiz) oder, sofern nicht bereits dadurch abgedeckt, in einem Risikogebiet entsprechend der jeweils aktuellen Festlegung durch das Robert Koch-Institut (RKI) wird eine Absonderung für die Dauer von 14 Tagen, beginnend ab dem Zeitpunkt des Eintritts in den Kreis Stormarn durch Überfahren bzw. Überschreiten der Kreisgrenze, in häuslicher Quarantäne angeordnet. Weitere Gebiete können durch die oberste Landesgesundheitsbehörde als besonders betroffene Gebiete festgelegt werden. Auf die aktuellen Festlegungen weist der Kreis Stormarn auf seiner Homepage hin.” Quelle: kreis-stormarn.de

Labor COVID-19 Coronavirus SARS-CoV-2
In einem Labor wird auf COVID-19 Coronavirus SARS-CoV-2 geprüft.

In einem begründeten Coronavirus Verdachtsfall wird ein Arzt oder eine geschulte Fachkraft bei Ihnen einen Besuch tätigen. Dort wird eine Probe genommen, die innerhalb weniger Stunden im Labor auf den Virus hin ausgewertet wird.

Coronavirus – Wie Sie sich schützen

  • Häufiges Händewaschen
  • Das Hände geben, Händeschütteln vermeiden
  • Mit den Händen unterwegs möglichst nicht ins Gesicht fassen
  • Unterwegs möglichst wenig Kontakt zu Gegenständen, wie Türklinken, Schaltern, Geländern
  • Türen mit dem Ellbogen öffnen
  • Wasserhahn auf öffentlichen Toiletten mit Papiertuch betätigen
  • Im Supermarkt mit Karte zahlen
  • In öffentlichen Verkehrsmitteln möglichst nichts anfassen
  • Unterwegs Handdesinfektionsmittel benutzen
  • 1,5 bis 2 Meter Abstand zu krankheitsverdächtigen Personen
  • Mund-Nasen-Schutz kann das Risiko einer Ansteckung verringern
  • große Menschenmengen meiden
  • auf ein gutes Immunsystem achten durch z.B. Vitamin-C-reiche Ernährung und Zink

Diese Maßnahmen können übrigens nicht nur gegen das Coronavirus helfen, sondern auch zur Vermeidung einer Grippe (Influenza) helfen. Das Händeschütteln sollte im Krankheitsfall vermieden werden und zwar nicht nur beim Coronavirus, sondern auch bei Grippe, Erkältung oder anderen ansteckenden Krankheiten.

Coronavirus Mundschutz
Ein Mundschutz oder Atemmaske kann nur bedingt vor dem neuen Coronavirus schützen und eine normale OP-Maske bietet nahezu keinen Schutz vor einer Covid-19 Infektion.

Hand-Desinfektionsmittel kein Ersatz zum Händewaschen

Hand Desinfektionsmittel wie Sterillium, Desinfektionsgel, etc. können Bakterien und Viren wie COVID-19 eindämmen und zur vorübergehenden Händedesinfektion dienen, wenn man sich unterwegs nicht die Hände waschen kann. Das Händewaschen mit Seife kann ein Desinfektionsgel allerdings nicht komplett ersetzen. Bakterien und Viren können aber höchstens vorübergehend eingedämmt werden. Damit ein Handhygiene-Gel gegen Bakterien und Viren wirkt müssen Sie es zudem sehr großzügig dosieren und zwar ca. 3 ml, was einem Teelöffel entspricht, wie es das American Council on Science and Health empfiehlt. Das gründliche Händewaschen ist im privaten Umfeld somit ausreichend.

Desinfektionsmittel selbst herstellen

Desinfektionsmittel selber machen nach WHO Rezept: Desinfektionsmittel ist derzeit wegen des Coronavirus und den sogenannten Hamsterkäufen oft ausverkauft. Man kann Desinfektionsmittel auch selbst herstellen. Nicht nur zum Desinfizieren der Hände ist das Mittel geeignet, sondern auch um Oberflächen von Viren zu reinigen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ein Desinfektionsmittel Rezept herausgegeben: WHO Rezept für Desinfektionsmittel.

Händewaschen mit Seife

Die Hände 30 Sekunden lang mit Seife waschen

Mediziner empfehlen ein gründliches Händewaschen mit Seife unter lauwarmen Wasser und zwar ca. 30 Sekunden lang. Um Keime zu reduzieren, muss man die Hände gründlich waschen. Danach sind die Hände keimfreier als nach der Verwendung eines Händedesinfektionsmittels. Gute Handhygiene, also regelmäßiges Waschen mit Seife ist wichtig um sich gegen den Coronavirus zu schützen.Waschen Sie Ihre Hände mehrmals am Tag 30 Sekunden lang mit Seife und lauwarmen Wasser und zwar nicht nur nach der Toilette sondern natürlich auch vor den Mahlzeiten, vor dem Zubereiten von Speisen und wenn Sie aus zur Arbeit kommen und immer sofort wenn Sie nach Hause kommen insbesondere wenn Sie vorher in der U-Bahn, S-Bahn waren oder auch im Supermarkt waren. Am Einkaufswagen können zum Beispiel auch viele Bakterien und Viren haften. Gut zum Händewaschen eignet sich eine Arztseife mit dem Inhaltsstoff Farnesol. Das Bakteriostatikum reduziert den Keimbefall und hemmt das Wachstum von schädlichen Mikroorganismen auf der Haut. Gleichzeitig enthält die Arztseife rückfettende Substanzen, damit die haut nicht austrocknet vom häufigen Händewaschen. Bei trockener Haut sollten die Hände auch auch regelmäßig eingecremt werden.

Smartphone reinigen und desinfizieren

Der Covid-19-Erreger kann sich auch am Smartphone ansiedeln. Aber nicht nur in Zeiten des Coronavirus sollte man das Handy regelmäßig reinigen. Auch das Smartphone sollte man am besten täglich reinigen, denn auf dem Handy können sich ebenfalls Viren und Bakterien ansammeln, insbesondere dann, wenn man es an öffentlichen Orten wie in der S-Bahn oder in der Arztpraxis benutzt hat. Das Smartphone Display und die Rückseite kann man mit einem Mikrofasertuch reinigen. Scharfe Reinigungsmittel wie Alkohol oder Spülmittel sollte man nicht verwenden, weil das Display beschädigt werden kann oder Flüssigkeit die Elektronik beschädigen kann. Es empfiehlt sich zudem eine Displayschutzfolie zu verwenden. Zum einem ist das Handy besser gegen Beschädigungen geschützt und zum anderen kann man das Smartphone Display schneller und gründlicher reinigen. Wenn das Smartphone mit einer Displayschutzfolie versehen ist, kann man es auch mit feuchten Brillenputztüchern reinigen, was man sonst nicht machen sollte, weil sonst die oleophobe Beschichtung (Antifettbeschichtung) angegriffen wird.

Was ist über den Ursprung des Coronavirus bekannt?

Als Ursprungsort des Coronavirus gilt ein Tiermarkt in Wuhan in China. Forscher gehen davon aus, dass das Coronavirus SARS-CoV-2 von Fledermäusen stammt und dass Fledermäuse die Chinesen in Wuhan infiziert haben. Die Chinesen essen, neben zahlreichen exotischen Tieren, auch Fledermäuse. So gilt Fledermaus-Suppe in China als besondere “Delikatesse”. Momentan gehen Wissenschaftler davon aus, dass sich die ersten Corona Patienten Anfang Dezember 2019 auf einem Markt in Wuhan in China mit SARS-CoV-2 angesteckt haben. Bereits durch Studien aus dem Jahr 2007 ist bekannt, dass Fledermäuse das natürliche Reservoir einer Reihe von Coronaviren (CoVs) sind und dass Fledermäuse Viren beherbergen, die eng mit dem schweren akuten Atemwegssyndrom (SARS) CoV verwandt sind, das einen Ausbruch von Atemwegserkrankungen beim Menschen in den Jahren 2002-2003 verursachte. Der Handel und Verzehr von Fledermäusen lief in China aber munter weiter. Mittlerweile hat China den Verzehr wilder Tiere verboten. Ob sich allerdings alle Chinesen dran halten, bleibt fraglich.

Coronavirus bei Hunden und Katzen

Können sich Haustiere wie Hunde und Katzen mit COVID-19 anstecken? Ja, das ist theoretisch möglich. In Hongkong liegt ein Fall vor, wo ein Hund von der örtlichen Gesundheitsbehörde positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurde. Im Verdachtsfall auf den Coronavirus sollte man am besten telefonisch den Tierarzt verständigen, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Coronavirus Übertragung Hunde und Katzen?
Kann der Coronavirus durch Hunde und Katzen auf Menschen übertragen werden?

Können sich Menschen und Tiere gegenseitig anstecken?

Es ist bisher kein eindeutiger Fall bekannt, wo sich Menschen und Tiere gegenseitig mit Sars-CoV-2 angesteckt haben. Es besteht hier also momentan kein Grund zur Panik. Das heißt aber im Umkehrschluss nicht, dass es gänzlich unmöglich ist, dass sich Haustiere wie Hunde und Katzen und Menschen gegenseitig mit dem Coronavirus infizieren, denn bei normalen Grippeviren ist dies auch möglich. Bei dem COVID-19 Fall in Hongkong war die Besitzerin des Hundes mit dem Coronavirus infiziert. Der Hund zeigte aber nur einen niedrigen Infektionsgrad und Krankheitszeichen wies der Hund nicht auf. Hier bleibt es also abzuwarten, ob es weitere Infektionen bei Haustieren mit Coronavirus COVID-19 gibt und ob Krankheitssymptome vorliegen.

Kann man sich gegen den Coronavirus impfen lassen?

Bisher gibt es gegen den Coronavirus Sars-CoV-2 keinen Impfstoff. Forschungsinstitute sind jedoch dabei, Schutzimpfungen gegen Covid-19 zu entwickeln. Bisher ist aber noch keine Impfung verfügbar. In den USA und in Deutschland gibt es jedoch für erste klinische Tests eines potenziellen Coronavirus-Impfstoffs. Gegen die Infektionskrankheit sind mindestens 47 Impfstoffprojekte angelaufen

Gibt es bereits ein Medikament gegen Covid-19?

Bisher gibt es kein zugelassenes Medikament gegen Corona. Forscher haben aber bereits Studien begonnen für mögliche Wirkstoffe gegen Corona. So hemmen z.B. das Malariamittel Chloroquin und der gegen Ebola entwickelte Wirkstoff Remdesivir in vitro das Coronavirus. Ebenfalls werden die HIV-Medikamente Lopinavir und Ritonavir bereits auf Wirksamkeit gegen das Coronavirus getestet. Es ist also eine Frage der Zeit, bis ein Mittel gegen SARS-CoV-2 gefunden wird.

Hilft Nikotin gegen Corona?

Das Rauchen scheint Corona-Viren laut einer Studie aus Frankreich auszubremsen: Bisher hieß es immer, dass Raucher zur Risikogruppe gehören würden für schwer verlaufende Corona-Infektionen. Nun haben Wissenschaftler aus Frankreich auf die möglicherweise schützende Wirkung von Nikotin hingewiesen. Die Wissenschaftler vermuten, dass Nikotin die Vermehrung der Corona Viruszellen bremsen könnte, denn die vergleichsweise geringe Zahl an Rauchern unter Covid-19-Patienten liegt weltweit laut mehreren Studien zwischen 1,4 und 12,5 Prozent. Eine neue Studie aus Frankreich belegt, dass von 500 untersuchten Covid-19-Patienten nur 5 Prozent Raucher waren. In Frankreich wird nun getestet, ob man Nikotinpflaster bei Pflegekräften präventiv gegen Corona-Infektionen einsetzen kann. Ist Nikotin also ein Heilmittel gegen Covid-19? Hier müssen die Ergebnisse der Studien abgewartet werden.

Wird das Klopapier knapp?

In den Supermärkten in Reinbek und anderorts ist das Toilettenpapier oftmals ausverkauft und die Regale mit dem Klopapier sind häufig leer. Wird das Klopapier knapp und kommt es langsam zu Klopapier-Engpässen?

Wird das Klopapier knapp?
Hamsterkäufe: Klopapier-Absatz steigt wegen Corona-Krise um 700 Prozent.

Es wird genug Klopapier produziert, wie Toilettenpapier-Hersteller versichern. Die Nachfrage nach Klopapier ist in den letzten Wochen um ca. 700 Prozent gestiegen und die Hersteller produzieren zum Teil 24 Stunden am Tag die ganze Woche Klopapier. Das Problem mit den leeren Regalen entsteht, wenn die gelieferte Ware gleich abgekauft wird. Dann dauert es eine Zeit, bis Toilettenpapier nachliefert wird. Die Kapazitäten im Handel sind auf eine so große Nachfrage nach Klopapier bisher nicht ausgelegt, weil Toilettenpapier sonst eher selten gekauft wurde und die Hersteller müssen sich erst anpassen, was aber bereits getan wird. Ein anderes Problem sind die sogenannten Hamsterkäufer die von Supermarkt zu Supermarkt fahren und überall Klopapier aufkaufen. Viele Supermärkte haben auf die Hamsterkäufe bereits reagiert und verkaufen nur eine Packung Klopapier pro Person und teilweise auch erst mit einem Mindesteinkaufswert anderer Waren. Teilweise sind die Lagerräume aber auch voll mit Toilettenpapier und die Packer müssen erst hinterherkommen die Regale aufzufüllen. Um Klopapier-Engpässe zu vermeiden sollte jeder Bürger Klopapier nur in handelsüblichen Mengen kaufen und auch an andere Mitbürger denken. Bisher gibt es aber keine Probleme mit der Produktion von neuem Klopapier. Ein Problem könnte es aber künftig doch geben mit Toilettenpapier-Nachschub, weil in einigen Bundesländern und Städten die Müllabfuhr nur noch Restmüll abholt und keine Bio-Tonnen und seit kurzem auch keine Altpapier-Tonnen mehr. Dadurch könnten Produktion und Lieferketten gestört werden, denn Toilettenpapier aber auch Zeitungen und Verpackungen werden häufig aus Altpapier hergestellt.

Infos zum Reisen & Urlaub

Corona Reisewarnung verlängert
Die Corona Reisewarnung wurde verlängert. Wegen der Corona-Pandemie stehen die Chancen für einen Sommerurlaub im Ausland momentan relativ schlecht. Foto: Siefken, Strand in Ecuador.

Weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes: Das Auswärtige Amt warnt vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in das Ausland, da mit starken und weiter zunehmenden drastischen Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr, und der weltweiten Einreisebeschränkungen, Quarantänemaßnahmen und der Einschränkung des öffentlichen Lebens in vielen Ländern zu rechnen ist. Das Risiko, dass Sie Ihre Rückreise aufgrund der zunehmenden Einschränkungen nicht mehr antreten können, ist in vielen Destinationen derzeit hoch. Quelle: auswaertiges-amt.de. Die Bundesregierung verlängert die weltweite Reisewarnung: Da die Voraussetzungen für Reisen ins Ausland noch nicht wieder gegeben sind, verlängert die Bundesregierung die weltweite Reisewarnung für nicht notwendige, touristische Reisen bis 14. Juni. Quelle: bundesregierung.de

Weiterhin unkontrollierte Einreise an deutschen Flughäfen

Ein Manko der ganzen Corona Reisewarnungen ist allerdings, dass bei der Einreise nach einem mehrtägigen Auslandsaufenthalt zwar bundesweit eine verbindliche zweiwöchige Quarantäne einzuhalten ist, dass die Durchführung der Quarantäne aber kaum einer kontrolliert. So können beispielsweise Passagiere aus einem Corona Hochrisikogebiet weiterhin an deutschen Flughäfen landen und ohne weitere Kontrollen oder Erfassung der Personalien den Flughafen verlassen. Ob sich die Passagiere dann tatsächlich in Quarantäne begeben, kontrolliert keiner.

Corona Bußgeldkatalog

Schleswig-Holstein hat einen Bußgeldkatalog erlassen für Verstöße gegen die Corona-Regelungen. Verstöße gegen die Landesverordnung über Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 in Schleswig-Holstein werden mit einem Bußgeld bestraft. Der Corona Bußgeldkatalog kann hier eingesehen werden.

Coronavirus Karte Robert-Koch-Institut

Coronavirus Karte Deutschland
Coronavirus Deutschland Karte – Stand 29.05.2020 – Screenshot: experience.arcgis.com

Hier finden Sie Coronavirus Karten für Deutschland und weltweite Covid-19 Livekarten mit Zahlen, Daten und Fakten zur aktuellen Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2. Auf der Coronavirus Karte für Deutschland wird die Anzahl der Covid-19 Infektionen nach Bundesländern gelistet.

Die Daten basieren auf Zahlen des Robert-Koch-Instituts, begleitet von der Universität Bonn.

Hier finden Sie die Coronavirus-Deutschland-Karte »

Coronavirus Karte John Hopkins Universität

Eine weltweite Coronavirus-Karte bietet ein Forscherteam aus den USA von der John Hopkins Universität in Baltimor an.

02 Jun 2020, 5:35 AM (GMT)

Coronavirus Statistik Deutschland

183,765 Fälle gesamt
8,618 Tote
165,900 wieder gesund
Country and City Confirmed Today cases Deaths Today deaths Recovered
USA 1,859,323 0 106,925 0 615,416
Brazil 529,405 0 30,046 0 211,080
Russia 414,878 0 4,855 0 175,877
Spain 286,718 0 27,127 0 196,958
UK 276,332 0 39,045 0 0
Italy 233,197 0 33,475 0 158,355
India 198,706 336 5,608 0 95,754
France 189,220 0 28,833 0 68,440
Germany 183,765 0 8,618 0 165,900
Peru 170,039 0 4,634 0 68,507
Turkey 164,769 0 4,563 0 128,947
Iran 154,445 0 7,878 0 121,004
Chile 105,159 0 1,113 0 44,946
Mexico 93,435 2,771 10,167 237 67,491
Canada 91,705 0 7,326 0 49,726
Saudi Arabia 87,142 0 525 0 64,306
China 83,022 5 4,634 0 78,315
Pakistan 76,398 3,938 1,621 78 27,110
Belgium 58,517 0 9,486 0 15,919
Qatar 58,433 0 40 0 33,437
Bangladesh 49,534 0 672 0 10,597
Netherlands 46,545 0 5,962 0 0
Belarus 43,403 0 240 0 18,776
Ecuador 39,994 0 3,394 0 19,823
Sweden 37,814 0 4,403 0 4,971
Singapore 35,292 0 24 0 22,466
UAE 35,192 0 266 0 18,338
South Africa 34,357 0 705 0 17,291
Portugal 32,700 0 1,424 0 19,552
Switzerland 30,871 0 1,920 0 28,500
Colombia 30,493 0 969 0 9,661
Kuwait 27,762 0 220 0 12,899
Indonesia 26,940 0 1,641 0 7,637
Egypt 26,384 0 1,005 0 6,447
Ireland 25,062 0 1,650 0 22,089
Poland 24,165 0 1,074 0 11,449
Ukraine 24,012 0 718 0 9,690
Romania 19,398 0 1,276 0 13,426
Philippines 18,638 0 960 0 3,979
Dominican Republic 17,572 0 502 0 10,893
Argentina 17,415 0 556 0 5,521
Israel 17,169 0 285 0 14,878
Japan 16,884 0 892 0 14,502
Austria 16,733 0 668 0 15,596
Afghanistan 15,750 0 265 0 1,428
Panama 13,837 0 344 0 9,514
Oman 12,223 0 50 0 2,682
Bahrain 11,871 0 19 0 7,070
Denmark 11,699 0 576 0 10,412
Kazakhstan 11,571 263 41 0 5,587
S. Korea 11,541 38 272 1 10,446
Serbia 11,430 0 244 0 6,726
Nigeria 10,578 0 299 0 3,122
Bolivia 10,531 549 343 30 1,137
Algeria 9,513 0 661 0 5,894
Armenia 9,492 0 139 0 3,402
Czechia 9,302 0 321 0 6,642
Norway 8,446 0 236 0 7,727
Moldova 8,360 0 305 0 4,622
Ghana 8,070 0 36 0 2,947
Malaysia 7,857 0 115 0 6,404
Morocco 7,833 0 205 0 5,893
Australia 7,221 17 103 0 6,626
Finland 6,885 0 318 0 5,500
Iraq 6,868 0 215 0 3,275
Cameroon 6,397 0 199 0 3,629
Azerbaijan 5,662 0 68 0 3,508
Honduras 5,362 160 217 5 549
Guatemala 5,336 249 116 8 795
Sudan 5,173 0 298 0 1,522
Luxembourg 4,019 0 110 0 3,845
Tajikistan 4,013 0 47 0 2,089
Hungary 3,892 0 527 0 2,156
Guinea 3,844 0 23 0 2,135
Senegal 3,739 0 42 0 1,858
Uzbekistan 3,702 0 15 0 2,859
Djibouti 3,569 0 24 0 1,521
DRC 3,195 0 72 0 454
Thailand 3,083 1 58 1 2,966
Côte d'Ivoire 2,951 0 33 0 1,467
Greece 2,918 0 179 0 1,374
Gabon 2,655 0 17 0 722
El Salvador 2,582 0 46 0 1,083
Bosnia 2,524 0 154 0 1,888
Bulgaria 2,519 0 140 0 1,090
Macedonia 2,315 0 140 0 1,569
Croatia 2,246 0 103 0 2,077
Haiti 2,226 102 45 1 24
Cuba 2,083 0 83 0 1,826
Somalia 2,023 0 79 0 361
Kenya 2,021 0 69 0 482
Mayotte 1,934 0 24 0 1,473
Estonia 1,870 0 68 0 1,625
Kyrgyzstan 1,845 28 16 0 1,219
Maldives 1,829 0 6 0 488
Nepal 1,811 0 8 0 221
Iceland 1,806 0 10 0 1,794
Lithuania 1,678 0 70 0 1,236
Venezuela 1,662 0 17 0 302
Sri Lanka 1,643 0 11 0 811
Slovakia 1,522 0 28 0 1,368
New Zealand 1,504 0 22 0 1,481
Slovenia 1,473 0 109 0 1,358
Guinea-Bissau 1,339 0 8 0 53
Mali 1,315 0 78 0 744
Equatorial Guinea 1,306 0 12 0 200
Ethiopia 1,257 0 12 0 217
Lebanon 1,233 0 27 0 715
Albania 1,143 0 33 0 877
Zambia 1,089 0 7 0 912
Hong Kong 1,088 0 4 0 1,037
Costa Rica 1,084 0 10 0 676
Tunisia 1,084 0 48 0 964
Central African Republic 1,069 0 4 0 23
Latvia 1,066 0 24 0 745
Paraguay 995 0 11 0 488
South Sudan 994 0 10 0 6
Niger 958 0 65 0 844
Cyprus 949 0 17 0 790
Sierra Leone 865 0 46 0 475
Burkina Faso 847 0 53 0 720
Madagascar 826 0 6 0 174
Uruguay 825 0 23 0 689
Georgia 794 0 12 0 624
Chad 790 0 66 0 539
Andorra 765 0 51 0 698
Nicaragua 759 0 35 0 370
Jordan 746 0 9 0 535
Diamond Princess 712 0 13 0 651
San Marino 671 0 42 0 359
Malta 619 0 9 0 537
Congo 611 0 20 0 179
Jamaica 588 2 9 0 322
Mauritania 588 0 23 0 27
Channel Islands 560 0 45 0 528
Tanzania 509 0 21 0 183
French Guiana 499 0 1 0 200
Sao Tome and Principe 484 0 12 0 68
Réunion 473 0 1 0 411
Cabo Verde 458 0 4 0 193
Uganda 457 0 0 0 72
Palestine 449 0 3 0 372
Taiwan 443 0 7 0 427
Togo 443 0 13 0 215
Rwanda 377 0 1 0 262
Yemen 354 0 84 0 14
Isle of Man 336 0 24 0 311
Malawi 336 0 4 0 42
Mauritius 335 0 10 0 322
Vietnam 328 0 0 0 293
Montenegro 324 0 9 0 315
Liberia 296 0 27 0 159
Swaziland 293 0 3 0 194
Mozambique 254 0 2 0 97
Benin 243 0 3 0 147
Myanmar 228 0 6 0 138
Zimbabwe 203 0 4 0 29
Martinique 200 0 14 0 98
Faroe Islands 187 0 0 0 187
Mongolia 185 0 0 0 44
Gibraltar 170 0 0 0 151
Libyan Arab Jamahiriya 168 0 5 0 52
Guadeloupe 162 0 14 0 138
Guyana 153 0 12 0 70
Cayman Islands 150 0 1 0 75
Bermuda 141 0 9 0 112
Brunei 141 0 2 0 138
Cambodia 125 0 0 0 123
Syrian Arab Republic 123 0 5 0 46
Trinidad and Tobago 117 0 8 0 108
Comoros 106 0 2 0 26
Bahamas 102 0 11 0 49
Aruba 101 0 3 0 98
Monaco 99 0 4 0 90
Barbados 92 0 7 0 76
Angola 86 0 4 0 18
Liechtenstein 82 0 1 0 55
Sint Maarten 77 0 15 0 60
Burundi 63 0 1 0 33
French Polynesia 60 0 0 0 60
Bhutan 47 4 0 0 9
Macao 45 0 0 0 45
Suriname 44 0 1 0 9
Saint Martin 41 0 3 0 33
Eritrea 39 0 0 0 39
Botswana 38 0 1 0 20
Antigua and Barbuda 26 0 3 0 19
Saint Vincent and the Grenadines 26 0 0 0 15
Gambia 25 0 1 0 20
Namibia 25 0 0 0 16
Timor-Leste 24 0 0 0 24
Grenada 23 0 0 0 18
New Caledonia 20 0 0 0 18
Curaçao 19 0 1 0 14
Lao People's Democratic Republic 19 0 0 0 16
Belize 18 0 2 0 16
Dominica 18 2 0 0 16
Fiji 18 0 0 0 15
Saint Lucia 18 0 0 0 18
Saint Kitts and Nevis 15 0 0 0 15
Falkland Islands (Malvinas) 13 0 0 0 13
Greenland 13 0 0 0 11
Holy See (Vatican City State) 12 0 0 0 2
Turks and Caicos Islands 12 0 1 0 11
Montserrat 11 0 1 0 10
Seychelles 11 0 0 0 11
MS Zaandam 9 0 2 0 0
Western Sahara 9 0 1 0 6
British Virgin Islands 8 0 1 0 7
Papua New Guinea 8 0 0 0 8
Caribbean Netherlands 7 0 0 0 7
St. Barth 6 0 0 0 6
Anguilla 3 0 0 0 3
Lesotho 2 0 0 0 1
Saint Pierre Miquelon 1 0 0 0 1
Last updated: Juni 2, 2020 - 6:29 am (+01:00)

Weitere Coronavirus News

  • Die Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus werden in Schleswig-Holstein weiter gelockert: Tourismus und Gastronomie soll ab 18. Mai unter Auflagen wieder starten. Ministerpräsident Günther stellt Lockerungen im Landtag vor. weitere Infos
  • Weitere Lockerungen in den Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung des Coronavirus in Schleswig-Holstein und Reinbek. weitere Infos
  • Die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise haben nun auch die schleswig-holsteinische Arbeitsmarkt-Statistik erreicht weitere Infos
  • Die Landesregierung von Schleswig-Holstein beschließt Anreize der heimischen Produktion für Corona Schutzausrüstung. Zehn Millionen Euro werden bereitgestellt. weitere Infos
  • Aus Angst vor Corona: Patienten im Krankenhaus St. Adolf-Stift in Reinbek verschieben Operationen aus Angst vor einer Corona-Infektion. Quelle: ndr.de
  • Die Bürgermeisterwahl in Reinbek wird wegen Corona verschoben. Statt am 17. Mai sollen die Bürger nun am 26. Juli ihre Stimme abgeben. Der Termin liegt allerdings in den Sommerferien. Quelle: abendblatt.de
  • Coronapandemie: Krise trifft Händler in Reinbek verschieden stark. Reporterin Elvira Nickmann unterwegs in der Bahnhofstraße in Reinbek. Zu Corona-Zeiten wirkt die Einkaufsmeile fast wie ausgestorben. Quelle: bergedorfer-zeitung.de
  • Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder fassen am 22. März 2020 folgenden Beschluss: Bund und Länder verständigen sich auf eine Erweiterung der am 12. März beschlossenen Leitlinien zur Beschränkung sozialer Kontakte. Somit ist der Aufenthalt im öffentlichen Raum nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet. Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Einkäufe, Arztbesuche, Teilnahme an Sitzungen, erforderlichen Terminen und Prüfungen, Hilfe für andere oder individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft sowie andere notwendige Tätigkeiten bleiben selbstverständlich weiter möglich. Gastronomiebetriebe werden geschlossen, sowie Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseure, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe. Quelle: bundesregierung.de
  • Ab Mittwoch, den 17. März müssen auch alle Restaurants in Schleswig-Holstein (somit auch in Reinbek) vollständig geschlossen werden, erklärte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU). Die Restaurants dürfen Essen nur noch außer Haus verkaufen, etwa über einen Lieferservice. Quelle: ndr.de
  • Allgemeinverfügungdes Kreises Stormarn vom 15. März 2020: Verbot und Beschränkung von Kontakten in besonderen öffentlichen Bereichen auf dem Gebiet des Kreises Stormarn. Verbot öffentlicher Veranstaltungen, Schließung von Bars, Kneipen, Clubs, Diskotheken, Theater, Kino, Museen, Fitness-Studios, Schwimmbäder, Saunen, Volkshochschulen, Musikschulen, Zusammenkünfte in Sportvereinen, Spielhallen, etc. Restaurants, Gaststätten bzw. Restaurationsbetriebe (auch in Hotels) und Imbisse dürfen unter Auflagen geöffnet blieben. Quelle: kreis-stormarn.de
  • Inseln werden in Schleswig-Holstein abgeriegelt für Touristen. Quelle: ndr.de
  • In 24-Jähriger Mann aus Reinbek war im Urlaub in Italien und ist über eine Zwischenlandung in Prag zurück nach Hamburg gereist. Nun ist der Mann aus Reinbek freiwillig in Quarantäne. Quelle: abendblatt.de
  • Hamsterkäufe in Reinbek: In einem Aldi-Supermarkt in Reinbek bei Hamburg wurden die Regale für Nudeln und Reis leergefegt. Quelle: mopo.de
  • Auch in Glinde wurden bereits Veranstaltungen wegen des Coronavirus abgesagt. Die Glinder Feuerwehr sagt diesjähriges Osterfeuer ab. Quelle: glinde.de

Besuche im Krankenhaus Reinbek wieder erlaubt

Besuche von Patienten im Krankenhaus Reinbek sind wieder erlaubt. Möglich machen dieses der neue Erlass der Kieler Landesregierung und die aktuell niedrigen Zahlen von Neuinfektionen im Norden. Letzter Covid-Patient wird bald entlassen.

Krankenhaus St. Adolf-Stift in Reinbek
Krankenhaus St. Adolf-Stift in Reinbek – Foto: Siefken

Im Krankenhaus in Reinbek wurde am 10. Mai das letzte Mal ein Patient positiv getestet, aktuell ist nur noch ein Mann Covid-positiv auf der Isolierstation. Mit seiner baldigen Entlassung wird gerechnet, dann wäre das St. Adolf-STift covidfrei.

Die Krankenhaus-Einsatzleitung des St. Adolf-Stiftes hat sich in der letzten Sitzung für ein klares Vorgehen für Besuche entschieden, die ab 22. Mai gilt: Jeder Patient bestimmt eine Person, die ihn für den gesamten Krankenhausaufenthalt bis zu einmal täglich für eine Stunde besuchen darf. Die Besuche können in der Zeit von 14.00 bis 20.00 Uhr täglich stattfinden. Die Patienten werden gebeten sich untereinander abzusprechen, damit möglichst nur ein Besucher zurzeit im Patientenzimmer ist.

Thomas Meyer, Pflegedirektor sagt: „Besonders wichtig ist, dass alle Besucher 100%ig infektfrei sind, damit sie uns nicht von außen einen Coronavirus ins Haus tragen. Wir gehen aber davon aus, dass sich alle Besucher – auch im Interesse ihrer kranken Angehörigen – vernünftig verhalten, im Zimmer den Abstand wahren, Mundschutz tragen und mit Erkältungssymptomen ohnehin von einen Besuch absehen.“
Die Besucher müssen sich am Haupteingang des Krankenhauses täglich mit Kontaktdaten registrieren lassen und Fragen zur Gesundheit beantworten. Sie erhalten einen Mund-Nasen-Schutz sowie eine Einweisung in die Hygieneregeln.

Bisher waren Besuche bei Schwerstkranken und Sterbenden auf der Palliativstation bereits zeitlich unbegrenzt möglich. Werdende Väter (oder eine andere Begleitperson) können Schwangere bei der Geburt im Kreißsaal nicht nur begleiten, sondern ab sofort mit Mutter und Neugeborenen wieder ein „Familienzimmer“ beziehen. Weiterhin können auch außerhalb der Besuchszeiten infektfreie Begleitpersonen, die Patienten bis zum Krankenhaus bringen oder von dort abholen bis zum Eingang kommen. Ebenfalls können infektfreie Angehörige dringend benötigte Gegenstände des persönlichen Bedarfs wie Wechselkleidung oder Toilettenartikel für Patienten am Empfang abgeben.

Alle werden gebeten, vor Betreten am Eingang eine 30 sekündige Händedesinfektion durchzuführen und vor und im Krankenhaus 2 Meter Abstand zu Ihren Mitmenschen zu halten.

Coronavirus Entschädigungen bei Verdienstausfällen

Entschädigungen für Verdienstausfälle wegen Corona, hier können Sie einen Antrag online stellen. Entschädigungen bei Coronavirus Quarantäne, Tätigkeitsverbot oder Schul- und Kitaschließungen.

Selbstständige oder Arbeitgeber, deren Beschäftigte infolge von Tätigkeitsverboten oder Quarantäneanordnungen oder Schul- und Kitaschließungen wegen des Coronavirus von Verdienstausfällen betroffen sind, können ab sofort über die Website www.ifsg-online.de einen Antrag auf Erstattung des Verdienstausfalls stellen. In Kooperation von Bund und Ländern ist dieses digitalisierte Onlineverfahren entstanden, bei dem Selbstständige und Arbeitgeber auf der Website alle erforderlichen Angaben machen und Nachweise hochladen können. Dies soll eine schnelle, nutzerfreundliche und papierlose Beantragung von Entschädigungen nach § 56 Infektionsschutzgesetz gewährleisten. Die Website bietet zudem einen schnellen Zugang zu allen Informationen, die für einen Anspruch auf Erstattung wichtig sind.

Das Land Schleswig-Holstein nimmt als eines von elf Bundesländern an diesem Verfahren teil. Die Daten werden dabei elektronisch an das Landesamt für soziale Dienste des Landes Schleswig-Holstein (LAsD) in Neumünster übermittelt, das die gestellten Anträge bearbeitet. Dem LAsD und anderen Behörden wird zusätzlich eine Software zur Verfügung gestellt, die eine effizientere Bearbeitung der Anträge ermöglichen wird.

Das Projekt ist Teil der Verwaltungsdigitalisierung, welche im Rahmen des Onlinezugangsgesetzes in Kooperation zwischen Ländern und Bund vorangetrieben wird.

Kinos dürfen nach Corona-Shutdown wieder öffnen

Nach Corona-Shutdown öffnen immer mehr kulturelle Einrichtungen in Schleswig-Holstein wieder ihre Türen. Jetzt können auch Kinos ihren Betrieb wiederaufnehmen.

KIEL. Immer mehr kulturelle Einrichtungen in Schleswig-Holstein öffnen wieder ihre Türen. „Museen und Galerien sind seit dem 9. Mai wieder für Besucherinnen und Besucher offen, ab heute können auch Kinos ihren Vorführbetrieb wiederaufnehmen und auch kleine Kulturformate und – events“, sagte Kulturministerin Karin Prien heute (18. Mai) in Kiel. Voraussetzung dafür sei ein Hygienekonzept. „Kultur ist vielseitig und aus dieser Vielseitigkeit können wir jetzt wieder auswählen“, freute sie sich über die aktuellen Lockerungen. Dazu zähle auch der Kulturgenuss bei zeitlich begrenzten Ereignissen wie Lesungen, Theater- und Tanzaufführungen, Konzerten oder Ausstellungseröffnungen mit bis zu 50 Besucherinnen und Besuchern.

Regelungen für kulturelle Einrichtungen

  • Kinos dürfen ihren Vorführungsbetrieb wiederaufnehmen. In einem Saal sind allerdings nicht mehr als 50 Besucherinnen und Besuchern auf festen Sitzplätzen zugelassen; das Abstandsgebot von 1,50 m nach allen Seiten gilt auch hier. Ein Hygienekonzept ist erforderlich. Um enge Begegnungen von Gästen zu vermeiden empfiehlt sich die Markierung von Laufwegen, im Kassenbereich müssen Warteschlangen vermieden werden. Zusammensitzen z.B. in Kinos und Theatern – nebeneinander und ohne Abstandsgebot – dürfen Personen aus einem gemeinsamen Haushalt. Es empfiehlt sich also, bei der Reservierung bereits anzugeben, wenn man mit Familienanhang oder mit Lebenspartner*in kommt.
  • Museen, Ausstellungen, Galerien und Gedenkstätten können bereits seit dem
    Mai wieder öffnen. Nach der neuen Verordnung ab dem 18. Mai zählen sie wie zum Beispiel auch soziokulturelle Zentren oder öffentliche Bibliotheken zu den Einrichtungen mit Publikumsverkehr nach § 3 der LVO. Danach müssen sie die allgemeinen Hygienestandards gewährleisten und in Aushängen kenntlich machen. Es gilt das Abstandsgebot von 1,50 m zwischen Personen in allen Räumen und damit die Begrenzung der Gästezahl aufgrund der räumlichen Kapazitäten. Möglichkeiten zum Händewaschen und Desinfizieren, regelmäßige Reinigung von Oberflächen, die häufig berührt werden, regelmäßige Lüftung in Innenräumen, das regelmäßige Reinigen der Sanitäranlagen muss gewährleistet werden. Die enge Begegnung von Gästen, insbesondere im Sanitärbereich, im Shop, in Warteschlagen und im Kassenbereich, muss vermieden werden. Für die eigenen Beschäftigten gelten die „Arbeitsschutzstandards COVID 19“.
  • Auch Museumsführungen können wieder angeboten werden, sofern das Abstandsgebot von 1,50 m zwischen den Personen in allen Räumen eingehalten wird.
  • Museumscafés dürfen unter bestimmten Voraussetzungen wieder öffnen: Erforderlich ist ein gesondertes Hygienekonzept mit der Wahrung des Abstandsgebotes oder geeigneten physischen Barrieren (§ 7). Außerdem müssen die Kontaktdaten der Gäste erhoben werden.
  • Kulturveranstaltungen – gemeint sind zeitlich begrenze Ereignisse wie Lesungen, Theater- und Tanzaufführungen, Konzerte, Ausstellungseröffnungen – mit bis zu 50 Besucherinnen und Besuchern sind ab dem 18. Mai unter bestimmten Voraussetzungen wieder erlaubt (§ 5). Dies gilt gleichermaßen für den Innen- und Außenbereich und ermöglicht ab sofort kleine Formate und Events. Voraussetzung ist ein striktes Abstandsgebot und ein Hygienekonzept. Alle Teilnehmenden müssen außerdem auf festen Plätze sitzen und ihre Kontaktdaten dem Veranstalter übermitteln. Gemeinsames Singen oder der Einsatz von Blasinstrumenten ist derzeit nur im Freien erlaubt.
  • Für den internen Probenbetrieb der Theater gelten arbeitschutzrechtliche Vorschriften und Empfehlungen, die insbesondere in der „VBG: Branchenspezifische Handlungshilfe: SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards für die Branche Bühnen und Studios für den Bereich Probenbetrieb“ und in den „Handlungshilfen für Proben in SH“ der drei öffentlich-rechtlichen Theater in Schleswig-Holstein zusammengefasst sind.
  • Volkshochschulen, Bildungsstätten und Musikschulen
    Für Unterrichtsangebote in Weiterbildungseinrichtungen gelten die Regelungen wie für Veranstaltungen (§ 5). Dazu gehören das verpflichtende Hygienekonzept und die Aufnahme der Kontaktdaten aller Teilnehmenden. Wenn der Bildungszweck es erforderlich macht, müssen die Teilnehmenden nicht sitzen. Teilweise sind auch Ausnahmen vom allgemeinen Abstandsgebot möglich. Musikunterricht in kleinen Gruppen ist nun wieder möglich. Untersagt sind das gemeinsame Singen und damit Chöre und das Spielen von Blasinstrumenten in den Räumen der Bildungsstätten.

St. Adolf-Stift beantragt Corona-Studie

Das Krankenhaus St. Adolf-Stift in Reinbek hat eine Corona Langzeitstudie beantragt. Corona Sicherheit für die Patienten im Krankenhaus Reinbek.

Bereits Anfang April machte das Krankenhaus Reinbek darauf aufmerksam, dass offenbar viele Notfallpatienten aus Angst vor einer möglichen Ansteckung mit dem Coronavirus im Krankenhaus starke Symptome aussitzen und weder zum Arzt in die Praxis noch in die Notaufnahme gehen. „Eine oft lebensgefährliche Entscheidung“, sagt Prof. Dr. Tim Strate, Chefarzt der Chirurgischen Klinik am St. Adolf-Stift: „Nicht nur die Notfallpatienten, sondern auch die Patienten, deren für März oder April geplante Operation abgesagt wurden, um in den Krankenhäusern Kapazitäten für eine Infektionswelle freizuhalten, können mit einem Gefühl von Sicherheit wieder zu uns ins Krankenhaus kommen.“ Das St. Adolf-Stift ergreife alle Maßnahmen, damit sich Patienten im Krankenhaus nicht mit Covid-19 infizieren, oft sogar, bevor sie vom RKI oder der Landesregierung empfohlen oder vorgegeben würden.

St. Adolf-Stift beantragt Corona-Studie
Chefarzt Prof. Dr. Tim Strate und Assistenzarzt Dr. Jonas Herzberg vom Krankenhaus Reinbek haben eine Langzeitstudie beim Bundesforschungsministerium beantragt. Sie möchten ein Jahr lang die Mitarbeiter des St. Adolf-Stift wöchentlich auf SARS-CoV-2 und Antikörper testen. Foto: krankenhaus-reinbek.de

St.-Adolf-Stift beantragt Langzeit-Corona-Studie

Prof. Strate: „Das Herzstück aller Maßnahmen gegen eine Virenübertragung – und da hebt man sich im St. Adolf-Stift deutlich von den bisherigen RKI-Standards ab – ist eine sehr großzügige Testung unserer Beschäftigten. Nur so können auch Infektionen bei Mitarbeitern, die keinerlei oder nur ganz milde Symptome haben, frühzeitig erkannt und die Betroffenen umgehend in Quarantäne geschickt werden.“ Bereits seit Anfang März wurden vorsorglich Mitarbeiter mit Erkältungssymptomen auf SARS-CoV-2 abgestrichen, auch wenn sie weder privat noch dienstlich Kontakt zu coronainfizierten Personen hatten; und alle Beschäftigten der Covid-Stationen inklusive Reinigungspersonal wurden wöchentlich abgestrichen, da sie einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind. „Das reichte uns aber nicht: Seit Ostern ermöglichen wir allen Beschäftigten verdachtsunabhängig – also ohne Symptome und ohne Kontakt zu Covid-Patienten – sich regelmäßig testen zu lassen. Mittlerweile machen fast 850 der rund 1.100 Beschäftigten aus allen Arbeitsbereichen mit.“ Bei diesen wöchentlichen Untersuchungen sind in den ersten vier Wochen und rund 3.500 Tests zwei Mitarbeiter positiv auf Covid-19 getestet und sofort in Quarantäne geschickt worden. Bei 16 Mitarbeitern konnten Antikörper im Blut nachgewiesen werden. Strate: „Nur 0,16 % unserer Belegschaft hatte also zum Testzeitpunkt eine unentdeckte Infektion, und weniger als 2 % haben bislang Antikörper, die darauf hinweisen, dass sie eine Infektion mit oder ohne Symptome durchgemacht haben. Da kann man auch Rückschlüsse auf die Allgemeinbevölkerung und die Dunkelziffer ziehen. Denn wir führen Messungen bei Menschen durch, die sonst nie einen Test erhalten würden.“

Weil Strate eine große Wissenslücke über die tatsächliche Verbreitung des Virus in der Bevölkerung sieht, hat er gemeinsam mit einem Team im Krankenhaus eine Langzeitstudie entwickelt. Nach einem positiven Ethikvotum der Ethikkommission Schleswig-Holstein ist die Studie in einschlägigen nationalen und internationalen Registern eingetragen. Hierzu zählt das Deutsche Register für Klinische Studien, das Register des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung und das Internationale Register der WHO. Dr. Jonas Herzberg, Studienarzt für das Projekt, sagt: „Wir haben hier ideale Voraussetzungen über ein Jahr lang wirklich wöchentlich zu gucken: Wie entwickelt sich die Epidemie in Deutschland und insbesondere in einem Krankenhaus. Welche Auswirkungen hat etwa die Einführung oder die Lockerung von Beschränkungen. Denn letztlich sind wir hier ein Teil der Gesellschaft: Mit Handwerkern, Köchen, Verwaltungsmitarbeitern, Reinigungskräften, aber natürlich auch Pflegekräften und Ärzten. Auch sie kaufen ein, haben Kinder, die wieder zur Schule gehen, oder lassen sich beim Friseur die Haare schneiden und setzten sich damit – wie alle anderen – einem gewissen Risiko aus.“

Zusätzlich zum wöchentlichen Status wird auch Blut der Probanden eingefroren, um in Zukunft bei besseren Antikörpertests rückwirkend zu schauen, wann sich die Immunreaktion gezeigt hat und wie lange Antikörper nachweisbar sind. Damit könnte man zukünftig auch wichtige Aussagen zur Immunität von Menschen machen, so Strate.
Aktuell liegen beim Landes- und Bundesforschungsministerium sowie einigen Stiftungen Anträge zur Finanzierung der Studie über 12 Monate vor. Denn das wöchentliche Testen ist teuer. Obwohl das Krankenhaus mit dem Laboratorium des Herz- und Diabeteszentrums der Universitätsklinik Bochum von Prof. Dr. Cornelius Knabbe einen starken und in der Forschung mit Covid-Antikörper erfahrenen Partner gewinnen konnte.

Solange die Anträge noch nicht beschieden sind, gibt das Krankenhaus Reinbek eine großzügige Anschubfinanzierung bis Ende Mai. Prof. Tim Strate sagt: „Wenn die Studie eine öffentliche Finanzierung erhält, ist das eine Win-Win-Situation: Die Gesellschaft erhält belastbare Daten und unseren Patienten können darauf vertrauen, dass sie im St. Adolf-Stift aufgrund der intensiven Testung nicht nur gefühlt, sondern tatsächlich besonders sicher vor einer Ansteckung sind.“ Und von noch etwas ist der Mediziner überzeugt: „Unsere Mitarbeiter sind sehr motiviert mitzumachen, denn Sie haben die notwendige Sicherheit auch für sich und ihre Familien. Wir sehen aufgrund der zahlreichen positiven Effekte für die Bevölkerung, Patienten, Mitarbeiter und der Wissenschaft gute Chancen, dass die Gremien im Bundesforschungsministerium der Finanzierung ihre Zustimmung geben.“

Wie viele Coronapatienten wurden im St. Adolf-Stift bislang behandelt?

Insgesamt wurden seit dem 17. März im St. Adolf-Stift 199 Patienten mit einem Verdacht auf Covid-19 aufgenommen und 31 Patienten mit einem positiven Testergebnis behandelt. Aktuell gibt es in der Corona-Klinik nur zwei Covid-19-Patienten.

Welche weiteren Maßnahmen das Krankenhaus Reinbek ergriffen hat

Die „Corona-Klinik“ ist räumlich und personell von den anderen Abteilungen getrennt. Es gibt sogar einen eigenen Fahrstuhl und ein eigenes Röntgen nur für Corona-Verdachtsfälle, um die Radiologie-Abteilung vor einem Vireneintrag zu schützen.
Seit März tragen alle Mitarbeitenden konsequent Mundschutz, also nicht nur im direkten Patientenkontakt oder wenn sie selbst erkältet sind. So schützen sich die Mitarbeiter auch untereinander vor einer Infektion. Seit Anfang Mai erhalten nun auch alle Patienten einen Mundschutz, damit sie wiederum die Mitarbeitenden bei Untersuchungen oder der Körperpflege nicht anstecken, falls sie das Virus unerkannt in sich tragen sollten. Um auch hier das Risiko zu minimieren, appelliert das St. Adolf-Stift bei seinen einbestellten Patienten auf Eigenverantwortung: In den zwei Wochen vor einer geplanten OP sollen sie besonders umsichtig sein, nur zu wichtigen Terminen das Haus verlassen, die soziale Distanz waren und auf gute Händehygiene achten.

Tourismus und Gastronomie soll wieder starten

Die Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus werden in Schleswig-Holstein weiter gelockert: Tourismus und Gastronomie soll ab 18. Mai unter Auflagen wieder starten. Ministerpräsident Günther stellt Lockerungen im Landtag vor.

KIEL. In Schleswig-Holstein sollen ab Montag, 18. Mai, der Tourismus und die Gastronomie unter Auflagen wieder starten. Das sagte Ministerpräsident Daniel Günther am 07. Mai im Landtag in Kiel. Das Einreiseverbot für touristische und Freizeitzwecke wird aufgehoben. “Es ist an der Zeit, das gesamte gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben unseres Landes in den Blick zu nehmen und den Weg Schleswig-Holsteins zu gestalten”, sagte Günther.

Bereits an diesem Sonnabend (9. Mai) sollen die bisher geltenden Kontaktbeschränkungen gelockert werden. Danach ist es erlaubt, dass sich auch Personen zweier Hausstände treffen können. Das gilt in der Öffentlichkeit wie im privaten Raum.

Bei allen jetzt vereinbarten Schritten, die ab dem 18. Mai gelten sollen, werden die strengen Kriterien zu Hygiene und Abständen fortbestehen. Die wichtigsten Beschlüsse:

  • Die Öffnung der Gastronomie wird unter Auflagen zugelassen
  • Das Beherbergungsverbot für Ferienwohnungen, Hotels, Häuser, Apartments und Wohnanlagen wird unter Auflagen aufgehoben, die Wohnmobilstellplätze können geöffnet werden.
  • Das Einreiseverbot für touristische und Freizeitzwecke wird aufgehoben – den Kreisen wird damit die Möglichkeit gegeben, bei Bedarf eigene Regelungen umzusetzen.
  • Das Betretungsverbot für Inseln und Halligen entfällt.
  • Die stufenweise Erweiterung der Kinderbetreuung wird ermöglicht.
  • Veranstaltungen mit Sitzungscharakter im öffentlichen Raum mit bis zu 50 Personen werden wieder zugelassen.
  • Die Öffnung von Bildungseinrichtungen in Teilen und unter Auflagen wird erlaubt.
  • Kleine Präsenzveranstaltungen in Hochschulen werden wieder möglich sein.
  • Die Öffnung von Mensen in Hochschulen wird unter Auflagen gestattet.
  • Der eingeschränkte Probenbetrieb in Theatern wird unter Auflagen zulässig sein.
  • Kontaktfreie Indoor-Aktivitäten werden unter Auflagen und mit Einschränkungen gestattet
  • Fahrschulen können den Betrieb aufnehmen, wenn sie Konzepte für Hygiene- und Abstandsregeln einhalten.

“Alle Lockerungen gleichen wir beständig mit der weiteren Virus-Verbreitung ab. Sollten in Schleswig-Holstein in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen auftreten, muss dort ein konsequentes Beschränkungskonzept umgesetzt werden”, sagte Günther. Die Kontaktbeschränkung und die damit verbundenen Einschnitte des gesellschaftlichen Lebens sei eine besonders einschneidende, aber zwingend notwendige Maßnahme gewesen, so der Ministerpräsident weiter: “Sie werden gesellschaftlich noch lange nachwirken. Wirtschaftliche Folgen für unser Land konnten durch Hilfspakete von Bundes- und Landesebene abgemildert werden.”

Der Regierungschef bedankte sich bei den Bürgerinnen und Bürgern für ihr solidarisches Handeln und den Zusammenhalt in den vergangenen Wochen: “Sie haben dafür gesorgt, dass wir heute die Möglichkeit haben, unser gesellschaftliches und wirtschaftliches Leben wieder in einem Maße zu ermöglichen, das uns ein Stück Normalität zurückbringt,” sagte er. Nun gehe es darum, weiterhin durch Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregelungen dafür zu sorgen, dass die Corona-Pandemie beherrschbar bleibe: “Dann können wir diesen beschriebenen Weg weiter zusammen gehen.”

Gesundheitsminister Heiner Garg: “Jeder, der sich bisher an die Vorgaben gehalten hat, hat dazu beigetragen, das Infektionsgeschehen zu bremsen. Dafür gilt allen mein herzlicher Dank. Gerade jetzt kommt es weiterhin darauf an, dass wir Kontaktbeschränkungen und Hygienemaßnahmen einhalten. Nur dann kann der Weg der Lockerung weiter gelingen. Das Leben mit dem Virus mit so viel Freiheit wie möglich und nur so vielen Beschränkungen wie nötig ist und bleibt eine gemeinsame Herausforderung für uns alle.”

Finanzministerin Monika Heinold: “Als Jamaika-Koalition gehen wir verantwortungsbewusst und mit der gebotenen Vorsicht weitere Schritte in Richtung Normalität. Mit diesem Kurs sind wir bisher im echten Norden alle gemeinsam gut durch die Krise gekommen. Wir setzen weiter auf klare Regeln, Eigenverantwortung und Entlastungen für die Familien.”

Weitere Lockerungen der Coronavirus Maßnahmen

Weitere Lockerungen in den Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung des Coronavirus in Schleswig-Holstein und Reinbek:

Die Landesregierung Schleswig-Holstein hat die Landesverordnung sowie den Erlass an die Gesundheitsämter der Kreise angepasst. Der Kreis Stormarn hat dementsprechend heute seine Allgemeinverfügung mit Wirkung ab dem 04.05.2020 ergänzt.

In der Kindernotbetreuung dürfen nun auch Kooperationen von mehreren Tagespflegepersonen in einem Gebäude ihre Betreuungsangebote zur gleichen Zeit erbringen, sofern eine vollständige räumliche und personelle Trennung der Betreuungsangebote und die entsprechenden Hygieneanforderungen gewährleistet werden können.

Schulen werden entsprechend dem Konzept des Bildungsministeriums teilweise geöffnet. So starten ab dem 06.05.2020 u.a. die Jahrgangsstufen der vierten Klassen wieder mit dem Unterricht.

Alten- und Pflegeheime sowie Einrichtungen der Eingliederungshilfe können mittels Aufstellung eines Besuchskonzeptes Ausnahmen vom Betretungsverbot schaffen. Dies soll Personen ermöglichen, Bewohnende bis zu zwei Stunden besuchen zu können.

Mit der Landesverordnung treten ab Montag u.a. folgende Erleichterungen in Kraft.

Gottesdienstes können unter Sicherstellung der Nachvollziehung von Infektionsketten wieder stattfinden. Die Teilnehmerzahl ist auf eine Person je 15m² zu begrenzen. Gleiches gilt für Museen, Galerien, Gedenkstätten und Ausstellungen.

Der Einzelunterricht in Musikschulen ist nunmehr wieder möglich.

Betreiber von Campingplätzen dürfen Dauercamper (5-monatige Mindestmietzeit) zulassen, sofern diese sich autark versorgen. Die Gemeinschaftseinrichtungen des Campingplatzes sind weiterhin geschlossen zu halten.

Einreisen nach Schleswig-Holstein zu touristischen Zwecken sind grundsätzlich weiter untersagt. Davon ausgenommen sind Einreisen zum Zweck des Dauercampings, des Aufsuchens des Zweitwohnsitzes,  dem Besuch von Museen, Ausstellungen und Tierparks  sowie privaten Besuchen.

Unter Einhaltung entsprechender Hygienekonzepte, sind neben dem Friseurhandwerk, auch Tätigkeiten im Nagelstudio, der Fußpflege und der Kosmetik (ohne Gesicht) wieder erlaubt.

Für Outlet-Center gelten nun analog die Öffnungsbedingungen der Einkaufszentren.

Öffentliche und private Sport- und Freizeitanlagen dürfen draußen für den Sportbetrieb öffnen, sofern dieser kontaktfrei und unter Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 m zwischen den Sportlern ausgeübt werden kann. Umkleide- sowie Duschräume sind weiterhin geschlossen zu halten. Zu den kontaktfreien Sportarten zählen insbesondere Radfahren, Pferdesport, Tennis, Golf, Bogenschießen, Jagdsport, Schießsport,  Angeln, Surfen, Leichtathletikdisziplinen etc.

Auch Spielplätze dürfen unter Einhaltung entsprechender Abstände und Hygieneregeln wieder öffnen.

Zur Schaffung entsprechender Planungssicherheit, sind alle Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern bis einschließlich 31.08.2020 weiterhin verboten.

„Die Lockerungen der bestehenden Einschränkungen sind sicherlich ein wichtiger Schritt zur Rückkehr in unseren gewohnten Alltag. Wir dürfen jetzt aber nicht leichtsinnig werden. Abstandsregeln, Hygienevorschriften und das Tragen von Mund-Nasen-Schutz sind weiterhin streng zu beachten, ebenso wie die Kontaktbeschränkungen. All diese Maßnahmen sind weiterhin wichtig, um die Ausbreitung der Infektionen und den Anstieg der Fallzahlen in Grenzen zu halten. Wenn wir uns weiterhin vorsichtig verhalten werden weniger Menschen krank und weniger Menschen sterben. Nur so wird die weitere Aufhebung von Einschränkungen in den kommenden Wochen möglich sein“, so Landrat Dr. Henning Görtz.

Den genauen Wortlaut der vorstehend genannten Neuregelungen entnehmen Sie bitte der beigefügten Landesverordnung sowie der Allgemeinverfügung des Kreises Stormarn.

Die Neuregelungen gelten vorerst bis zum 17. Mai 2020.

Corona-Krise schlägt auf die Arbeitsmarkt-Statistik durch

KIEL. Die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise haben nun auch die schleswig-holsteinische Arbeitsmarkt-Statistik erreicht:

“Die Zeiten sinkender Arbeitslosigkeit sind vorerst leider vorbei. Und die weitere Entwicklung wird entscheidend davon abhängen, wie schnell es gelingen kann, die zur Eindämmung der Pandemie nötigen Einschnitte und Einschränkungen wieder zu lockern. Im Tourismus werden wir dazu ab Montag erste vorsichtige Schritte wagen”, sagte Arbeitsminister Dr. Bernd Buchholz heute (30. April) in Kiel. Die Zahl der Arbeitslosen stieg nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) im April gegenüber dem Vormonat um 12,6 Prozent (+10.351) und gegenüber dem Vorjahresmonat um 17,2 Prozent (+13.530) auf 92.188. Die Arbeitslosenquote lag bei 5,8 Prozent. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg gegenüber dem Vorjahresmonat Februar 2019 um 1,7 Prozent (+16.800) auf gegenwärtig 1.005.800.

Wie Buchholz weiter sagte, habe die Corona Pandemie nicht nur im Tourismus und der Gastronomie erhebliche Folgen für die Betriebe und deren Beschäftigte. Bisher hätten 25.300 Firmen für 287.000 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. “Kurzarbeit ist – neben unseren Hilfsprogrammen von Zuschüssen bis zur Steuerstundung – eine gute Möglichkeit, die Verluste zumindest ein wenig abzufedern”, so Buchholz. Die Kurzarbeit werte er auch als positives Zeichen: “Denn es belegt vor allem, dass die Betriebe ihre Fachkräfte halten wollen, um nach der Krise nicht ins Hintertreffen zu geraten.”

Mit den Soforthilfeprogrammen des Bundes und des Landes sowie den Arbeitsmarkt-Programmen werden nach den Worten von Buchholz derzeit alle Register gezogen, um die Unternehmen zu stabilisieren. Es sei aber zu befürchten, dass trotz dieser Hilfen die Zahl der Insolvenzen steige. “Die Wirtschaft wird sich verändern, sodass wir perspektivisch die Rahmenbedingungen festigen müssen, die unseren Unternehmen die Sicherung bestehender Arbeits- und Ausbildungsverhältnisse ermöglichen.” Einen Beitrag hierzu werde das neue Arbeitsmarktprogramm ab 2021/22 leisten, das derzeit vorbereitet werde. “Dabei werden Digitalisierung, deutlich mehr Fort- und Weiterbildungen sowie die Modernisierung von Ausbildungen und Ausbildungsinhalten wesentliche Bestandteile sein”, sagte der Minister.

Mehr Corona Schutzausrüstung für Schleswig-Holstein

Die Landesregierung von Schleswig-Holstein beschließt Anreize der heimischen Produktion für Corona Schutzausrüstung. Zehn Millionen Euro werden bereitgestellt.

KIEL. Unternehmen in Schleswig-Holstein sollen finanzielle Anreize erhalten, um geeignete Persönliche Schutzausrüstung vor Ort zu produzieren sowie eine mögliche Umstellung der Produktion attraktiv zu gestalten. Dafür werden bis zu zehn Millionen Euro bereitgestellt. Das hat das Kabinett am 24. April beschlossen. So sollen Unternehmen, die entsprechende Produkte der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) für die Versorgung des Gesundheitssystems in Schleswig-Holstein herstellen, durch garantierte Abnahmemengen profitieren, die von der Landesregierung festgesetzt werden.

“Die weltweite Corona-Pandemie zeigt, dass wir heimische Produktionen stärken müssen, um auch im Krisenfall die notwendige Versorgung mit Medizinprodukten verlässlich und dauerhaft sicherstellen zu können. Schleswig-Holstein erleichtert mit dem Anreizprogramm heimischen Unternehmen die Möglichkeit, in die Produktion mit einzusteigen”, sagte Ministerpräsident Daniel Günther.

Gesundheitsminister Heiner Garg: “Dies ist ein wichtiger ergänzender Beitrag zur Deckung des großen Bedarfs an persönlicher Schutzausrüstung im medizinischen Bereich. Nach wie vor gilt, dass Kliniken, Einrichtungen und Beteiligte des Gesundheitswesens ihre eigenen etablierten Beschaffungswege nutzen. Wir erwarten, dass durch das Anreizprogramm zukünftig zusätzliche Möglichkeiten der Versorgung hinzukommen werden”.

Das Wirtschaftsministerium wird jetzt geeignete heimische Produzenten identifizieren, um mit ihnen die Möglichkeit einer Lieferzusage sondieren. Außerdem wird es bei der Klärung der rechtlichen und technischen Fragen interessierten Unternehmen Unterstützung leisten sowie vorhandene Produzenten bei der Schaffung neuer Kapazitäten unterstützen.

Erste Lockerungen der Corona Maßnahmen

Die Landesregierung Schleswig-Holstein hat am 18. April eine ersetzende Landesverordnung sowie einen neuen Erlass an die Gesundheitsämter der Kreise beschlossen. Erstmalig werden darin bestehende Einschränkungen wegen des Coronavirus für Schleswig Holsteiner und den Handel gelockert.

Beginnend ab Montag, dem 20.04.2020, dürfen Einzelhandelsgeschäfte mit einer Verkaufsfläche bis zu 800m² unter Auflagen öffnen. Diese sehen vor, dass Mindestabstände von 1,5 Metern zwischen Personen sowie die Hygienestandards des Robert Koch-Institutes eingehalten werden. Weiterhin ist nur eine Person je 10m² Ladenverkaufsfläche gestattet. Für Geschäfte mit mehr als 200m² Verkaufsfläche ist die Einhaltung der Auflagen durch mindestens eine Kontrollkraft zu überwachen.

Geschäfte mit mehr als 800m² dürfen öffnen, wenn sie die Verkaufsfläche auf die zulässige Größe von 800 m² begrenzen können. Kfz- und Fahrradhändler, Buchhandlungen sowie die bereits in der Positivliste enthaltenen erlaubten Verkaufsstellen (z.B. Baumärkte) sind nicht von der 800m²-Beschränkung betroffen. Gleichwohl gelten aber auch dort die entsprechenden Hygieneanforderungen.

Gaststätten und Cafés müssen zwar weiterhin geschlossen bleiben, dürfen aber unter Auflagen ihre Speisen ohne Vorbestellung im Rahmen eines Außerhausverkaufes von mitnahmefähigen Speisen anbieten. Damit dürfen auch mobile Gastronomiebetriebe, wie der Imbiss- und Hähnchenwagen wieder öffnen. Der Verzehr der Speisen vor Ort (im Umkreis von 100m um die Gastronomiebetriebe) ist jedoch weiterhin untersagt.

Schulen können für die Durchführung von Abschlussprüfungen wieder geöffnet werden.

Um u.a. den vorstehenden genannten Lockerungen gerecht werden zu können, werden die Regeln zur Notbetreuung in Kitas und Schulen bis zur 6. Klasse verlängert und erweitert. Alle berufstätigen Alleinerziehenden, sowie Familien, bei denen mindestens ein Elternteil in der kritischen Infrastruktur arbeitet, dürfen ab dem 20.04.2020 die Notbetreuung in Anspruch nehmen.

Zwar bleiben Freizeitangebote grundsätzlich geschlossen, Bibliotheken und Archive können aber wieder öffnen, soweit die Kontaktdaten der Besuche erfasst werden. Tier- und Wildparks können ebenfalls nach Vorlegung eines Hygienekonzeptes ihre Pforten für Besucher öffnen. Nach vorheriger Absprache mit dem Kreisgesundheitsamt sollen auch Kinder- und Jugendtreffs bis zu max. fünf Personen öffnen können.

Krankenhäuser dürfen wieder nicht zwingende, planbare Operationen durchführen, soweit dadurch keine Intensivkapazitäten gebunden werden und weiterhin ausreichend persönliche Schutzausrüstung vorhanden ist.

Bewohner aus Pflegeheimen, welche aufgrund eines Krankenhausaufenthaltes (sofern dieser nicht auf einer Covid-19 Station beruhte) ins Pflegeheim zurückkehren, müssen nicht mehr in besondere Quarantäne. Dies gilt auch für Aufnahmen in Hospizen.

„Liebe Stormarnerinnen und Stormarner, vielen Dank für die Einhaltung der seit Wochen bestehenden Beschränkungen. Gleichzeitig möchte ich Sie bitten, halten Sie sich auch künftig so vorbildlich an die Vorgaben. Nur so können wir schrittweise weitere Einschränkungen zurückfahren und ein Stück zur Normalität zurück finden.“, so Landrat Dr. Henning Görtz.