Tödlicher Unfall bei Reinbek sorgte für S-Bahn Streckensperrung zwischen Bergedorf und Aumühle – angekündigter Ersatzbus fehlte vor Ort in Bergedorf.
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S-Bahn Reinbek nach Aumühle – (Symbolbild) Foto: Siefken
Tödlicher Unfall bei Reinbek – Bahnstrecke Bergedorf-Aumühle komplett gesperrt
Am 29. Juli 2025 ereignete sich ca. um 18:40 bei Reinbek ein tragischer Vorfall: Eine Person wurde von einem Zug erfasst und verstarb tödlich. Die Strecke zwischen Aumühle und Hamburg Bergedorf wurde daraufhin vollständig gesperrt; betroffen waren die Linien S2, Regional- sowie Fernverkehr in Richtung Hamburg und Berlin.
Die DB Regio Schleswig Holstein erklärte, ein Schienenersatzverkehr mit Bussen sei eingerichtet worden – konkret für den Abschnitt zwischen Aumühle und Bergedorf.
Einsatzkräfte der Feuerwehr und Polizei bei der Herzog-Adolf Brücke in Reinbek – Foto: Siefken
Die genauen Hintergründe des Vorfalls sind derzeit noch unklar.
Die Untersuchungen laufen, um zu klären, wie es zu dem tödlichen Unfall kommen konnte. Offen bleibt bislang auch, warum sich die betroffene Person im Bereich der Gleise aufhielt. Polizei und Einsatzkräfte haben vor Ort Reinbek die Ermittlungen aufgenommen.
Erfahrung als betroffenes Fahrgast
Ich war auf diesem Abschnitt unterwegs und stieg am Hamburg Hauptbahnhof in die Bahn – die zunächst normal bis Bergedorf fuhr. Dort wurde per Lautsprecherdurchsage mitgeteilt: Der Zugverkehr zwischen Bergedorf und Aumühle sei auf unbestimmte Zeit eingestellt, und es werde ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.
Doch am Busbahnhof Bergedorf: Fehlanzeige. Keine Busse, keine Beschilderung, kein Personal – nichts. Von einem Schienenersatzverkehr mit Bussen war weit und breit nichts zu sehen!
Letzten Endes bin ich mit der regulären HVV Buslinie 235 über Wentorf nach Reinbek gefahren. Die Strecke dauerte etwa 35 Minuten! (Normale Bahnfahrt Bergedorf-Reinbek dauert ca. 3 Minuten).
Kritik am Ersatzverkehr & Informationslage
- Die Bahn hatte zwar öffentlich einen Ersatzverkehr angekündigt – aber vor Ort in Bergedorf war davon nichts zu sehen.
- Die Kommunikation ließ zu wünschen übrig: Es war unklar, ob einzelne Busse zu einem späteren Zeitpunkt kommen sollten, oder ob man sich selbst anders orientieren müsse.
- Ein planmäßiger SEV, der gezielt die Stationen Reinbek, Wohltorf und Aumühle anfährt, wäre deutlich effizienter gewesen und hätte den Mehraufwand minimiert.
Wie beurteilen Sie die S-Bahn Hamburg und den angekündigten Ersatzverkehr?
Ersatzverkehr? Leider Fehlanzeige! Am Bahnsteig gab es zwar eine Durchsage, dass Busse zwischen Bergedorf und Aumühle fahren würden – aber am Busbahnhof kein einziger Ersatz-Bus! Der SEV wurde zwar angekündigt, aber in der Realität war er schlicht nicht vorhanden. So sieht Kundenservice beim HVV offenbar aus.