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Osterfeuer fallen aus

Wegen der weiter andauernden Corona-Pandemie fallen die öffentlichen Osterfeuer in Reinbek, Schleswig-Holstein und Hamburg in diesem Jahr aus.

Osterfeuer in Reinbek fallen aus
Osterfeuer in Reinbek fallen aus

Auf Privatgrundstücken sind in Schleswig-Holstein kleine Osterfeuer im privaten Rahmen erlaubt. Es dürfen dabei nur naturbelassene Hölzer verbrannt werden, wie Holger Bauer vom Landesfeuerwehrverband erklärte. Das Kontaktverbot wegen des Coronavirus muss hierbei aber weiter beachtet werden, d.h. Gäste, Nachbarn und Freunde zum Osterfeuer einladen ist also verboten.

Die Gesundheitsbehörde in Hamburg hat bis Ende April alle öffentlichen und nichtöffentlichen Veranstaltungen untersagt. Das gilt somit auch für Osterfeuer.

Kein Osterfeuer in Wentorf

Osterfeuer gehören zur Traditionspflege und Erhaltung des alten Brauches. Als weltliche Volkssitte ist das Osterfeuer seit dem Mittelalter bezeugt, der Brauch geht aber bereits auf vorchristliche Traditionen zurück. In Wentorf bei Hamburg wird es dieses Jahr allerdings kein Osterfeuer geben.

Osterfeuer Es hatte zwar ein Veranstalter ein Osterfeuer in Wentorf geplant, aber die Veranstaltung musste wegen zu hoher Auflagen der Stadtverwaltung abgesagt werden. Für das Osterfeuer war bereits alles geplant und organisiert, es sollte stattfinden auf einem Grundstück an der Moorkoppel. Die Verwaltung machte jetzt allerdings einen Strich durch die Planung und erteilte keine Genehmigung für das Osterfeuer. Hauptgrund für die Absage sei gewesen, dass vor allem Jugendliche auf dem Osterfeuer zu viel Alkohol trinken würden und es sich statt Brauchtumspflege eher um eine “kommerzielle Ausrichtung” handeln würde. (Via: BZ)

Auch die Wentorfer brauchen dieses Jahr Ostern nicht ohne Osterfeuer feiern. Ein weiteres Osterfeuer in der Umgebung findet in statt in Schönningstedt, Reinbek am 11. April 2009 ab 18 Uhr, Oher Straße 18 (Gerätehaus), organisiert von der freiwilligen Feuerwehr.

Osterfeuer als Brauchtum – keine Abfallentsorgung

Der Kreis Stormarn weist darauf hin, dass Feuer zur Osterzeit nur dann als Osterfeuer erlaubt sind, wenn sie eindeutig der Brauchtumspflege dienen.

Als Brennmaterial darf lediglich unbehandeltes naturbelassenes Holz in Form von stückigem Scheit- oder Kaminholz genutzt werden. Dagegen sind alle Feuer, mit denen Altholz und alle anderen pflanzlichen Abfälle wie z.B. Grünschnitt oder Äste verbrannt bzw. entsorgt werden, grundsätzlich verboten, auch wenn sie zur Osterzeit stattfinden. Wer hierfür verantwortlich ist, handelt ordnungswidrig und muss mit strafrechtlicher Anzeige und Bußgeld rechnen.

In Schleswig-Holstein ist das Verbrennen von Grünabfällen nur dann erlaubt, wenn keine anderen Entsorgungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen oder wenn es ausschließlich zur Knickpflege dient. Da jedoch im Kreis Stormarn kreisweit die Biotonne eingeführt worden ist und bei größeren Mengen die zentral gelegenen Recyclinghöfe der Abfallwirtschaftsgesellschaft Stormarn in Reinfeld, Bad Oldesloe, Bargteheide, Ahrensburg, Trittau, Stapelfeld und Reinbek den Grünabfall annehmen, ist das Verbrennen dieser Abfälle nicht erlaubt. Siehe auch Abfallfibel

Ausnahmegenehmigungen können daher nur bei besonderen Umständen erteilt werden. Anträge sind bei der Abfallbehörde des Kreises und nicht bei den Gemeinden zu stellen. “Nutzen Sie daher die Gelegenheit und besuchen Sie die Veranstaltungen der Vereine, Kirchengemeinden, Feuerwehren oder Gemeinden in Ihrer Nähe. Dann haben Sie neben dem Feuer auch ein geselliges Ereignis und tragen außerdem auch etwas zum Klimaschutz bei.”, so Hans-Gerd Eissing, Fachbereichsleiter Umwelt beim Kreis Stormarn. “2007 dürfte es allein zu Ostern über 1000 Feuer in Stormarn gegeben haben, die sicherlich nicht alle reine Brauchtumsfeuer mit hierfür geeignetem Feuerholz gewesen sind.”