14 Einbrüche in 5 Wochen in Reinbek, Wentorf und Wohltorf. Was Bälle und Kabelbinder bedeuten und wie Polizei-Tipps beim Schutz helfen.
Reinbek: 14 Einbrüche in fünf Wochen – was Anwohner wissen sollten

In einer Auffahrt liegen Tennisbälle verstreut. Reinbek: 14 Einbrüche in fünf Wochen – die Polizei ermittelt. Symbolbild (KI).
Inhaltsverzeichnis
Nach den 14 Einbrüchen melden sich vermehrt besorgte Anwohner bei der Polizei – von Bällen und Kabelbindern in Gärten ist die Rede.
Insgesamt 14 Einbrüche in fünf Wochen hat die Polizei für Reinbek im Kreis Stormarn bestätigt. Stand der Meldung von NDR Schleswig-Holstein ist der 05.08.2026. Auch in den direkten Nachbarorten Wentorf bei Hamburg und Wohltorf im Herzogtum Lauenburg gab es in diesem Zeitraum Taten.
Die Kriminalpolizei Reinbek hat die Ermittlungen übernommen. Offiziell spricht sie bisher nicht von einer Serie, schließt einen Zusammenhang aber auch nicht aus.
Was bisher bekannt ist
Die Polizei bestätigt auf Nachfrage, dass es sich um Einbrüche in Häuser und Wohnungen handelt. Tatorte liegen über das Stadtgebiet verteilt, dazu kommen die Fälle in Wentorf und Wohltorf.
Klar ist: Der Kriminaldauerdienst ist bei jedem Fall vor Ort. Die Beamten sichern Spuren an Fenstern, Türen und in Gärten. Hebelmarken, Fingerabdrücke oder Schuhabdrücke können helfen, Taten miteinander zu verknüpfen.
Warum trifft es gerade diese Orte?
Im NDR-Beitrag erklärt die Polizei die Lage mit einem einfachen Faktor: der guten Erreichbarkeit. Reinbek, Wentorf und Wohltorf liegen nah an Hamburg, haben schnelle Anbindungen an die A1, A24 und die B5 und gleichzeitig viele ruhige Wohnstraßen mit Einfamilienhäusern und Gärten.
Bälle und Kabelbinder vor der Tür – was steckt dahinter?
Der Punkt, der aktuell am meisten diskutiert wird, sind kleine Gegenstände, die plötzlich im Garten oder vor der Haustür liegen. Anwohner berichten laut Polizei von Bällen und Kabelbindern.
Die Idee dahinter ist nicht neu und wird seit Jahren unter dem Stichwort Anwesenheitstest beschrieben. Das Prinzip: Jemand legt einen kleinen, wertlosen Gegenstand an eine Stelle, die Bewohner normalerweise freiräumen würden.
- Gegenstand nicht gleich wegwerfen und nicht unnötig anfassen. Mach ein Foto mit Datum und Ort.
- Frag kurz in der direkten Nachbarschaft, ob jemand etwas gesehen hat.
- Wenn sich das wiederholt, melde es der Kripo Reinbek.
- Danach den Gegenstand entfernen.
So kannst du Haus und Wohnung besser schützen
1. Fenster und Türen wirklich schließen. Ein gekipptes Fenster gilt für Täter als offenes Fenster.
2. Keine Schlüssel draußen verstecken. Unter Fußmatte oder Blumentopf – diese Verstecke sind bekannt.
3. Leitern und Werkzeug wegräumen. Leitern helfen beim Einstieg in obere Stockwerke.
4. Abwesenheit nicht ankündigen. Keine Urlaubsdaten öffentlich posten.
5. Haus bewohnt wirken lassen. Zeitschaltuhren und geleerter Briefkasten durch Nachbarn.
6. Bei Verdacht lieber einmal mehr anrufen. Wähle bei Auffälligkeiten die 110.
FAQ zu den Einbrüchen rund um Reinbek
Handelt es sich offiziell um eine Einbruchserie?
Nein, bisher nicht. Die Polizei spricht von 14 Einzelfällen in fünf Wochen in Reinbek und weiteren Fällen in Wentorf und Wohltorf. Ob ein Zusammenhang besteht, wird noch geprüft.
Was bedeuten Bälle oder Kabelbinder vor dem Haus wirklich?
Es kann ein Test sein, ob jemand zu Hause ist. Es kann aber genauso gut Zufall sein. Die Polizei nimmt die Hinweise ernst, bestätigt aber keinen direkten Zusammenhang mit den 14 Taten.
Soll ich die Gegenstände als Beweis aufbewahren?
Ein Foto mit Ort und Datum reicht meist. Originale müssen nicht gesammelt werden.
Was ist das Wichtigste, um einen Einbruch zu erschweren?
Verriegelte Fenster und Türen, einbruchhemmende Beschläge, gutes Licht mit Bewegungsmeldern und ein bewohnt wirkendes Haus.
Was mache ich, wenn ich nach Hause komme und ein Einbruch stattgefunden hat?
Wohnung nicht betreten, nichts anfassen oder aufräumen, sofort Polizei rufen. So bleiben Spuren erhalten. Danach Versicherung und Opferhilfe kontaktieren.